Googles und die Ladezeiten – der Auftakt 2010

Seit Googles erster Ankündigung im Jahr 2010 (!), dass die Ladezeiten von Webseiten ein Rankingfaktor werden, müssen Webdesigner und -entwickler den technischen Leistungsaspekten der Website zusätzliche Aufmerksamkeit schenken. Hier sind nur einige Faktoren, die heutige Webentwickler berücksichtigen müssen.

Die meisten heutigen Webseiten bestehen aus einer Sammlung von Komponenten, darunter CSS-Dateien, Javascript, Bilder und häufig Videos. Das Minimieren der Anzahl von Elementen und daher der Anzahl von HTTP-Anforderungen, die zum Rendern einer Seite erforderlich sind, ist für schnelle Seitenladezeiten von entscheidender Bedeutung.

Etwa 80% der Antwortzeit des Endbenutzers entfallen auf das Herunterladen aller Seitenelemente. Es ist allgemein bekannt, dass diese Wartezeit Besucher dazu veranlassen kann, eine Corporate oder E-Commerce-Website zu verlassen und einen Konkurrenten zu besuchen, dessen Präsenz schneller geladen wird. Diese Zeit kann reduziert werden, indem ein Netzwerk zur Bereitstellung von Inhalten verwendet wird, um statische Inhalte wie Javascript- und CSS-Dateien bereitzustellen. Ein Netzwerk zur Bereitstellung von Inhalten ist im Grunde eine Sammlung von Servern, die an verschiedenen geografischen Standorten eingerichtet sind, um den Benutzern Inhalte effizient bereitzustellen.

Webdesign wird komplexer

Da Webdesigns für den Endbenutzer immer komplexer, umfangreicher und ansprechender werden, benötigen sie zum Rendern immer mehr Komponenten, z. B. Javascript. Wenn eine Site zum ersten Mal besucht wird, wird eine Reihe von HTTP-Anforderungen gestellt, um alle diese Elemente herunterzuladen. Diese können bei nachfolgenden Besuchen durch Caching minimiert und über den Expires-Header gesteuert werden. Dieser Header wird häufig für Bilder verwendet, sollte jedoch routinemäßig für alle Elemente, einschließlich Javascript-Dateien, verwendet werden.

Komprimierung ist eine weitere Technik, die jeder Webentwickler anwenden sollte. GZIP ist eines der beliebtesten Komprimierungswerkzeuge, das von den meisten Browsern unterstützt wird. Es kann die Größe vieler Elemente um bis zu 70% reduzieren.

Es gibt viele zusätzliche Techniken, die sowohl für die Suchmaschinenoptimierung von Webseiten als auch für die Verbesserung des Nutzererlebnisses geeignet sind. Dazu gehören das Platzieren von Stylesheets oben auf den Seiten und Skripten unten; Minimieren von Javascript- und CSS-Dateien; Javascript und CSS in externe Dateien einfügen; Reduzieren der Anzahl der DNS-Suchvorgänge und Vermeiden von Umleitungen.


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